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Versicherung von Kampfhunden

Durch Medienberichte über Kampfhunde, die Personen angegriffen und schwer verletzt haben, sind diese Hunde in Verruf geraten und werden oft als gefährlich angesehen. Leider wird hierbei nicht berücksichtigt, dass gefährlich eigentlich der Mensch ist, nicht der Hund. Der Mensch ist derjenige, der den Hund falsch erzieht und dadurch aggressives Verhalten des Hundes provoziert. Aufgrund solcher Ereignisse haben einige Bundesländer bestimmte Landesverordnungen erlassen, wonach es Pflicht ist, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen. Dies trifft auf Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zu. Auch die Hundehaftpflichtversicherungen haben entspechend reagiert. Einige Versicherungen weigern sich zwischenzeitlich, Kampfhunde zu versichern, während einige andere höhere Prämien für Kampfhunde verlangen.

Kampfhunde durch eine passende Versicherung absichern

Jedes Bundesland definiert selbst bestimmte Kampfhunderassen. In der Regel gehören zu den Kampfhunden folgende Rassen bzw. Mischlinge aus diesen Rassen: Alano, American Bulldog, American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Argentinischer Mastiff, Aryan Molosser, Bandog, Belgischer Mastiff, Bordeaux Dogge, Boston Terrier, Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dobermann, Dogo Argentino, Englischer Bulldog, Fila Brasileiro, Französischer Bulldog, Mastiff, Mastino Napoletano, Miniature Bull Terrier, Pit Bull, Rhodesian Ridgeback, Römischer Kampfhund, Rottweiler, Staffordshire Bull Terrier, Tibet Mastiff und Tosa Inu.

Die Kosten bei einer Versicherung für Kampfhunde

Bei der Hundehaftpflichtversicherung wird nicht der Halter des Hundes, sondern der Hund selbst versichert. Daher tritt die Versicherung bei jedem durch den Hund verursachten Schaden ein. Dies trifft auch dann zu, wenn der Hund von Dritten beaufsichtigt wurde. Obwohl es nicht in allen Bundesländern Pflicht ist, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen, ist der Abschluss einer solchen auf jeden Fall ratsam, weil der Hundehalter mit seinem Vermögen voll für die durch den Hund verursachten Schäden haftet. Da gerade Kampfhunde oft eine niedrigere Hemmschwelle haben oder auch absichtlich so erzogen worden sind, aggressiv zu reagieren, stellen sie unter Umständen ein wesentlich höheres Gefahrenpotential dar. Der Schaden, den Kampfhunde durch aggressives Verhalten verursachen können, kann auch dementsprechend größer sein. Daher ist die Versicherung von Kampfhunden auf jeden Fall empfehlenswert. Die Hundehaftpflichversicherung deckt Sach-, Vermögens- und Personenschäden ab. Zu den Personenschäden gehören Schmerzensgeld, Einkommensverluste, Arzt-, Krankenhaus- und Pflegekosten. Im schlimmsten Fall zahlt die Versicherung eine lebenslange Rente. Die Versicherung übernimmt Schäden nur bis zu der im Vertrag festgelegten Deckungssumme. Vorsichtshalber sollte man daher die höchstmögliche Deckungssumme vereinbaren. Die Versicherungsprämien sind in diesem Fall nicht wesentlich höher.