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Pro und Contra Tierhalterhaftpflichtversicherung

Sicherlich kann man grundsätzlich viel über Sinn und Unsinn von manchen Versicherungen diskutieren. So nützlich wie einige Versicherungen wie beispielsweise die Privathaftpflichtversicherung oder die Berufsunfähigkeitsversicherung auch nach Kritikermeinungen sind, so überflüssig können zum Teil manch andere Versicherungen sein. Zu den am häufigsten als überflüssig bezeichneten Versicherungen zählt zum Beispiel die Insassenunfallversicherung, da die versicherten Gefahren bereits durch die KFZ-Haftpflichtversicherung oder die private Unfallversicherung abgedeckt sind. Darüber hinaus gibt es auch Versicherungen, wo Jeder für sich entscheiden muss, ob diese für ihn Sinn macht oder man auch auf diese verzichten kann. Dazu gehört z.B. auch die Tierhalterhaftpflichtversicherung. Diese ist zunächst natürlich ohnehin nur für Tierhalter bestimmter Haustiere sinnvoll, nämlich für die Eigentümer von Hunden und von Pferden. Ob man die Versicherung nun als Pferde- oder Hundehalter in Anspruch nehmen möchte, kann man am besten anhand einer „Pro- und Kontraliste“ entscheiden.

Der Sinn der Tierhalterhaftpflichtversicherung

Es kommt sicherlich auch entscheidend darauf an, um die Frage nach dem Sinn der Tierhalterhaftpflichtversicherung beantworten zu können, wie oft das jeweilige Tier Kontakt zur „Außenwelt“ hat. Von einem Pferd, welches andauernd im Stall und auf einer eingezäunten Weide ist, und ansonsten keinen Kontakt zu anderen Tieren oder Menschen hat, geht sicherlich keine Gefahr aus, sodass sich der Pferdehalter überlegen kann, auch auf den Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung zu verzichten. Anders sieht es jedoch aus, wenn der Pferdebesitzer mit seinem Tier oftmals ausreitet oder das Pferd von anderen Menschen betreut wird. Dann erhöhen sich auf jeden Fall auch die möglichen Gefahrensituationen und eine Absicherung erscheint sinnvoll. Während es beim Pferd darauf ankommt, ob und wie häufig dieses Kontakt mit anderen Personen hat, stellt sich die Frage beim Hund erst gar nicht. Dieser ist alleine schon durch das Gassi-Gehen mehrmals täglich unterwegs, und hat somit ständig Kontakt mit Personen und anderen Hunden im näheren Umfeld. Oftmals nimmt er auch am öffentlichen Straßenverkehr teil, sodass gerade hier ein besonderer Gefahrenpunkt entstehen kann, falls durch den Hund z.B. ein Unfall verursacht wird, der durch den Besuch der Hundeschule Berlin verhindert werden könnte. Für die Tierhalterhaftpflichtversicherung spricht also auf jeden Fall die Tatsache, dass der Tierhalter schon mit einem relativ geringen Versicherungsbeitrag einen Schaden von möglicherweise sehr hohem Ausmaße absichern kann.

Contra: Tierhalterhaftpflichtversicherung

Eindeutig gegen die Tierhalterhaftpflichtversicherung spricht nach der Meinung vieler Tierhalter, dass die Gefahr eines verursachten Schadens durch den Hund oder das Pferd bei etwas Sorgfalt des Besitzers äußerst gering ist. Auch dieses Argument kann man natürlich durchaus nachvollziehen. Beim Hund wird als häufige Schadensursache aufgeführt, dass er entweder einen Passanten beißen könnte oder sich von der Leine losreißt und auf die Straße läuft. Sicherlich kann man nun der Meinung sein, wenn der Hund kurz genug an der Leine gehalten wird, dann kann er auch keine anderen Menschen beißen und wenn die Leine in Ordnung ist, kann er sich auch nicht von dieser losreißen. Es kommt gerade für diese Situationsbeurteilung auch darauf an, wie groß und kräftig der Hund ist, und ob der Besitzer diesen wirklich in jeder Gefahrensituation im Griff haben kann. Gerade in diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass bestimmte Hunderassen ohnehin nur mit einem deutlich erhöhten Versicherungsaufschlag von der Versicherungsgesellschaft aufgenommen werden. Gerade für die Hunde, von denen eine besondere Gefahr ausgeht und sich eine Versicherung wirklich lohnen würde, wird also ein hoher Beitrag verlangt, was die Sinnfrage der Versicherung an sich wiederum hervorruft.

Pro: Tierhalterhaftpflichtversicherung

Ein Punkt, der für die Tierhalterhaftpflichtversicherung spricht, ist der relativ niedrige Beitrag. So kann der Hundebesitzer je nach Alter und Rasse des Hundes eine Jahrespolice bereits schon ab 40 Euro bekommen. Gemessen an der Versicherungssumme von drei Millionen Euro ist das natürlich ein sehr geringer Beitrag. Insgesamt gibt es also sowohl Argumente für eine Tierhalterhaftpflichtversicherung als auch dagegen. Als Gesamtfazit kann man jedoch festhalten, dass aufgrund der bestehenden Gefahren, den möglichen Schadenssummen und des relativ geringen Versicherungsbeitrages die Tierhalterhaftpflichtversicherung jedem Hunde- bzw. Pferdehalter fast ohne Einschränkung empfohlen werden kann.